Erster Mai – Hockete im Vereinsgarten

Am Donnerstag, 1. Mai 2025 von 11.00 bis 17.00 Uhr findet beim Obst- und Gartenbauverein e.V. Spaichingen eine gemütliche Hockete im Vereinsgarten neben der Marienkapelle statt.

Wir bieten Bewirtung mit Grillwürstchen und kalten Getränken an, dazu Stockbrot und Kinderspiele.

Bei Regen findet die Veranstaltung nicht statt.

Erhalt alter Streuobstwiesen

Unser Beitrag zum Erhalt alter Streuobstwiesen

[Matthias] Vor Ostern haben unsere beiden sportlichen Baumpfleger Uli Klement und Matthias Reiner den OGV Seitingen-Oberflacht bei einer umfangreichen Pflegeaktion alter Obstbäume unterstützt. Dabei haben die beiden direkt erfahren können, wie wichtig und vielfältig der Lebensraum „Streuobstwiese“ ist. Der Osterhase wohnt da nämlich auch!

Mehr dazu im Artikel des Heuberger Boten vom 17.4.2025:

Von Sabine Doderer (Heuberger Bote)

Es ist ein landschaftliches Naturdenkmal, das seinesgleichen sucht. Seine Pflege erfordert auch körperliche Fitness.

SEITINGEN-OBERFLACHT – Der Erhalt von alten Streuobstwiesen wird seit Juli 2024 per Gesetz der Landesregierung in Baden-Württemberg ausdrücklich gefördert. In den einzelnen Kommunen setzt sich hierfür der jeweils zuständige Landschaftserhaltungsverband ein. Doch in der Umsetzung bedarf es vieler freiwilliger Helfer.

Jetzt fand eine umfangreiche Schnitt- und Pflegeaktion auf der Fläche einer der größten zusammenhängenden Streuobstwiesen des Landkreises Tuttlingen in Seitingen-Oberflacht statt.

Der Filder, gleich gegenüber vom imposanten Hohenkarpfen gelegen, ist ein friedlicher Ort. Friedlich und anmutig wegen seiner altgewachsenen landschaftlichen Struktur. Hier weiden Ziegen und Angusrinder eines nahen gelegenen Landwirtschaftsbetriebs im Wechsel auf der rund zweieinhalb Hektar großen Fläche. Eine Landschaft, deren Artenreichtum andernorts schon längst eingebüßt worden könnte.

Doch ist das Areal auf dem Filder real betrachtet ein landschaftliches Naturdenkmal, das seinesgleichen sucht. Mit einem Bestand von rund 80 Jahre alten Obstbäumen auf einer Fläche von circa zweieinhalb Hektar gehört es zu den Raritäten in der Raumschaft. „Ein Kleinod“, so Hans Weber, der als Vorsitzender des Kreisverbandes Obstbau, Garten und Landschaft des Landkreises Tuttlingen federführend bei der Streuobstwiesen-Aktion dabei ist.

Von der Einzigartigkeit der Streuobstwiesen weiß auch Markus Grimm, staatlich geprüfter Baumpfleger und Vorsitzender des ortsansässigen Obst- und Gartenbau-Vereins, zu berichten: „Schon das Alter der Bäume ist respekteinflößend. Da geht man natürlich bei dem Beschnitt der Bäume besonders umsichtig vor“, so der Fachmann.

In dem von ihm aktivierten Kreis von überwiegend jungen freiwilligen Helfern befinden sich Schülerinnen und Schüler ebenso wie Studenten und Auszubildende. Der Naturschutzgedanke, die Heimatverbundenheit und die Sorge um den Erhalt der Artenvielfalt, treiben sie an. „Es muss das Überzeugungsprinzip greifen, wenn wir diese Kulturlandschaft noch lange erhalten wollen“, so Grimm.

Hans Weber verweist dabei auf Beispiele: „Früher gab es viel mehr dieser Obstwiesen, aber viele sind verschwunden.“ Entlang des Filders am Ende der Aktion, hat man, was man geleistet wurde.

Doch, warum sind gerade diese alten Streuobstwiesen einen solchen Einsatz wert? „Ganz eindeutig“, so Hans Weber, „es geht uns um Nachhaltigkeit und Artenschutz.“ Mit der Pflege dieser alten Obstbäume, den beispielswiese der Rheinische Bohnapfel, der Boskoop, der Jakob-Fischer-Apfel und auch die Schweizer Wasserbirne gehören, würde man nicht nur landschaftliche Naturgüter retten, sondern eine ganz eigene Artenvielfalt.

„Wer kennt schon diese Sorten?“, fragt Grimm. Im Supermarkt gebe es sie schlichtweg nicht. Aber hier erfahre sich jeder zur Erntezeit bei Rathaus melden und die Früchte gerne probieren können.

Nachhaltigkeit sei ein ganz entscheidender Punkt, wenn es um die Sicherung solcher alten Bestände gehe. „Wir versuchen möglichst, die Qualität der alten Sorten zu erhalten“, so Markus Grimm.

Die Ausbildung der freiwilligen Helfer habe er übernommen. Es gehe dabei unter anderem darum, die richtige Schnitttechnik zu erlernen.

 

Frühjahrsschnittkurs 2025 beim OGV Spaichingen

Mit dem richtigen Werkzeug und sicherer Leiter geht es leichter

[Elmar] Bei herrlichem Wetter hat der OGV Spaichingen im April in seinem Vereinsgarten neben der Marienkapelle wieder seinen alljährlichen Frühjahrsschnittkurs abgehalten. Dieser wurde erstmals von Matthias Reiner und Uli Klement geleitet.

Nach Vorstellung der richtigen Werkzeuge und Hinweise auf das sichere Aufstellen der Leitern kletterte Uli Klement in die luftige Höhe. Uli und Matthias gaben im Wechsel praktische Informationen über das richtige Schneiden und die Diagnose von Baumkrankheiten. Dies wurde gewürzt mit Anekdoten und Ereignissen rund um die tägliche Gartenarbeit. Nach dieser unterhaltsamen Lehrstunde konnten die Teilnehmer noch in lockerer, geselligen Runde bei Kaffee und Kuchen ihre Erfahrungen austauschen. Und so sollten die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Obsternte gelegt sein, sofern doch hoffentlich das Wetter mitspielt.

Generalversammlung am Freitag, 28. März 2025

Bericht von unserem Schriftführer Elmar Grimm:

Am Freitag, dem 28. März fand die diesjährige Generalversammlung des OGV Spaichingen im Gasthaus Engel statt.

Von links: Hubert Bursy, Hans Weber, Elfriede Winker-Sekler, Hans Ulmschneider, Beata Lange, Martin Winker, Daniela Hug, Matthias Reiner, Birgit Grimm, Zlatka Kos-Herzog, Hans Brugger, Waltraud Winker

Die Vorsitzende Waltraud Winker eröffnete die Versammlung und begrüßte den Vorsitzenden des Kreisverbandes Hans Weber und die Ehrenmitglieder Hans Reisbeck und Reinhard Merkt und noch 35 weitere  Mitglieder. Bürgermeister Markus Hugger wurde durch Werner Reisbeck vertreten.

Frau Winker bedankte sich bei den sogenannten „Mittwochschaffern“, welche unseren Vereinsgarten immer mittwochs pflegen. Auch dieses Jahr ist der Garten ab dem 1. Mai immer an Sonn- und Feiertagen geöffnet. Danach wurde in einer Gedenkminute den Verstorbenen Ausschuss- und Vereinsmitglieder gedacht.

Dann folgte der Bericht des Schriftführers Elmar Grimm  über die Aktivitäten innerhalb des Vereinsjahrs. So führten wir den jährlichen Schnittkurs aus und organisierten die Sammelbestellung bei der Firma Honer, bei welcher die Gartenartikel günstig und frei Haus angeliefert werden. Beim Sommerfest im Juni wurden in einer kleinen Feierstunde unter Anwesenheit von Bürgermeister Markus Hugger und der Familie Niemann
im OGV-Garten der Platz neben der Ziegelhütte nach unserem leider zu früh verstorbenen Gönner „Harald-Niemann-Platz“ getauft.  Harald Niemann hat uns beim Anlegen der Gartenanlage tatkräftig unterstützt. Auch die Geselligkeit kam beim Sommergrillen im OGV-Garten und beim Saisonabschluss im Ochsen nicht zu kurz. Kassierer Hans Ulmschneider konnte für das Vereinsjahr im Kassenbericht einen erfreulichen Gewinn ausweisen. Die Kassenprüfung durch Matthias Reiner und Patric Kollmar ergab keine Beanstandungen.

Nach Entlastung der Vorstandsschaft durch den Bürgermeister-Stellvertreter Werner Reisbeck fanden die Wahlen jeweils per Akklamation statt: Turnusgemäß gewählt für 2 weitere Jahre wurden die Beisitzer Daniela Hug, Hans Brugger, Hubert Bursy, Elfriede Winker-Sekler und Hans Ulmschneider. Neu gewählt wurden die Beisitzer Beata Lange und Matthias Reiner, der als künftiger Nachfolger von der Vorsitzenden Waltraud Winker vorgesehen ist. Ferner wurde Martin Winker als Nachfolger von Hans Ulmschneider zum Kassierer gewählt. Hans Ulmschneider hat die letzten 17 Jahre das Kassiereramt stets zur vollsten Zufriedenheit ausgeführt und hinterlässt seinem Nachfolger eine gut gefüllte Vereinskasse. Dafür erhiehlt er als Dankeschön von Frau Winker noch einen Gutschein.
Neu als Kassenprüferin wurde Birgit Grimm gewählt. Adolf Kupferschmid, der bei uns in den letzten 6 Jahren unter anderem die beliebten Schnittkurse durchführte, hat sich leider nicht mehr zur Wahl aufstellen  lassen. Im Anschluss wurde Zlatka Kos-Herzog für 10-jährige Ausschuss-Mitarbeit vom Kreisverbandsvorsitzenden Hans Weber mit dem Bronzenen Apfel geehrt. In seiner Rede sieht Herr Weber für die Gartenbau-Vereine positiv in die Zukunft. So wurden auch neue Vereine gegründet.

Anschliessend hielt der Spaichinger Peter Schumacher einen Bilder-Vortrag. Mit viel Geduld, dem richtigen „Timing“ und seiner Liebe zum Detail gelangen ihm herrliche und stimmungsvolle Bilder von Tieren, Pflanzen und Landschaften unserer Heimat nach dem Motto „Wieso in die Ferne schweifen, wo das Schöne doch so nah“.

Weitere Vorhaben in diesem Jahr sind unter der Rubrik „Termine“ zu finden.